Fünf Häschen und die große Möhre

Fünf Häschen und die große Möhre

Mitten in einem wunderschönen Garten, zwischen den bunten Blumen und dem frischen Gemüse, da stand sie. Die größte Möhre, die ein Häschen je gesehen hatte.

Im nahegelegenen Feld, da wohnte Familie Hase, mit ihren fünf Kindern. Alle Hasenkinder waren unterschiedlich.

Da gab es Flecki, das größte größte Hasenkind. Er war so groß, dass er an alle hohen Dinge kam.

Mümmel, das stärkste Häschen. Er konnte alles tragen.

Flitzy der schnellste Hase. Er war so schnell, dass man nur noch eine Staubwolke von ihm sah.

Hoppel der Hase, der die besten Verstecke fand. Niemand konnte seine verstecke entdecken.

Und Krümel, der kleinste Hase. Er war der allerkleinste Hase, mit wirklich kurzen Beinen und kleinen Hasenohren. Darüber machten sich die anderen Hasenkinder immer lustig. Krümel war darüber sehr traurig. Aber eines Tages würde er es ihnen schon zeigen.

Jeden Tag spielten die Hasenkinder gemeinsam auf der Wiese. Sie übten für das große Osterfest. Da gab es Weitsprung, damit sie später über alle Zäune davon hüpfen konnten. Wettlauf damit sie immer schnell davon flitzen konnten und verstecken, damit sie immer gute Verstecke für die Ostereier fanden. Dann übten sie noch Gewichtheben, damit sie später die schweren Osterkörbe voll Eier tragen konnten.

Nur Krümel konnte nicht mitmachen, da er noch viel zu klein und schwach war. Immer lachten ihn die anderen Hasen aus, wenn er es versuchte. Beim Wettsprung landete er nur vor dem Zaun. Auch Wettlauf war nichts für ihn, denn er war immer der Letzte, mit seinen kurzen Beinen. Beim Tragen üben, brach er unter der schweren Last zusammen. Er war wirklich sehr traurig darüber. Darum hatte er eine Idee. Nachts als alle schliefen, schlich er sich aus der Höhle und übte hüpfen, laufen, tragen und suchte die besten Verstecke. Er übte die ganze Nacht, bis zum anderen Morgen.

Am anderen Tag spielten wieder alle Hasen gemeinsam auf der Wiese in der Nähe des schönen Garten. Wie immer übten sie Weitsprung. Als erster war Flecki an der Reihe. Er nahm Anlauf und sprang in hohem Bogen über den Gartenzaun. Dort landete er mitten im Garten neben der größten Möhre, die er je gesehen hatte. Eine so große und wunderschöne Möhre gab es nur einmal. Schnell rief er nach den andern Hasen. Diese Möhre wäre genau richtig für die ganze Hasenfamilie zum Osterfest.

Flecki fing als erster an die Möhre heraus zu ziehen. Er zog und zog, doch die Möhre bewegte sich nicht. Also half ihm Mümmel. Er war ja schließlich der Stärkste. Doch die Möhre bewegte sich immer noch nicht. Hoppel musste doch die Rettung sein. Aber nein, die Möhre saß fest. Dann kam Flitzy angerannt um beim ziehen zu helfen. Alle standen gemeinsam hintereinander und zogen und zogen. Bis...… sie alle vor Erschöpfung umfielen. Aber die Möhre stand immer noch. All ihre besonderen Kräfte halfen ihnen nicht.

Da kam Krümel über den Zaun gesprungen. Alle staunten nicht schlecht. Seid wann konnte er nur so hüpfen? Keiner hatte gesehen, dass er geübt hatte. Nun konnte er zeigen, wie stark er geworden war. Keiner konnte glauben, dass er ihnen helfen könnte. Aber sie versuchten es trotzdem gemeinsam. Also stellten sich alle hintereinander auf. Ganz hinten stand Krümel und so fingen sie an. Sie Zogen und zogen und ……. schwupps, da war die Möhre raus. War das eine Freude. Alle tanzten und jubelten und feierten den kleinen Krümel. Ohne ihn hätten sie es nie geschafft. Gemeinsam trugen sie die Möhre nach Hause. Noch nie hatten sie so ein leckeres Essen zu Ostern.

(von Gabi Connemann)